Der Begriff „Stammzelle“ wurde 1908 bei der Tagung der Berliner hämatologischen Gesellschaft vom russischen Histologen Alexander Maximov (1874–1928) für wissenschaftlichen Gebrauch vorgeschlagen. Die Stammzellen haben zwei Eigenschaften, die sie von anderen Zelltypen unterscheiden. Erstens, die Stammzellen sind im Unterschied zu anderen Zellen nicht spezialisiert und sie können ihr Selbsterneuerungspotenzial durch die Zellteilung auch über eine lange Zeit im Ruhezustand behalten. Zweitens, unter angemessenen physiologischen und experimentellen Umständen können die Stammzellen aktiviert werden, so dass sie sich in die gewebe- oder organspezifischen Zellen mit spezialisierten Funktionen differenzieren, wie z. B. in die Herzmuskelzellen oder Insulin produzierende Bauchspeicheldrüsen-Zellen. Die Stammzellen könnte man als die Zellen beschreiben, die ihren „Berufsweg“ noch nicht gefunden haben und deshalb haben sie die Fähigkeit sich in viele verschiedene Zelltype zu differenzieren. Es gibt einige Stammzellarten. Diejenige Stammzellen, die im Knochenmark gefunden worden sind, sind zwar als Immunzellen „vorgesehen“, aber sie haben sich in diesen spezifischen Typ, d. h. in Immunzellen, noch nicht differenziert.